Les volontaires et le personnel local au dispensaire d’Aina Vao (Madagascar), novembre 2018. © PSF Suisse

Autonomie der lokalen Bevölkerung

Die AoG Schweiz fördert in ihren humanitären Hilfseinsätzen und Entwicklungshilfeprojekten nachhaltige Wirkungen und strebt durch die aktive Einbindung der Begünstigten und den Transfer von Kompetenzen deren langfristige Autonomie an. Deshalb handelt sie nur auf Ersuchen ihrer Partner im Süden und nach einer Evaluation, um die lokalen Kapazitäten zu stärken und ihre Bemühungen zur Verbesserung der Gesundheitssituation vor Ort zu unterstützen.

Die Unterstützung der AoG Schweiz für ihre Partnerorganisationen erfolgt in der Regel in Form von Sponsoring von Ambulatorien oder Spitälern und kann in Form von:

Versorgung mit hochwertigen Arzneimitteln
Rehabilitations- und Ausrüstungsarbeiten

Ausbildung von örtlichem Personal und Transfer von pharmazeutischen und logistischen Fähigkeiten

Unterstützung und Stärkung der lokalen Kapazitäten für die Verwaltungs

Lagerverwaltungs- und ähnliche Aufgaben der Apotheken

Rationaler Einsatz von Heilmitteln

Die AoG hat sich verpflichtet, nach einer rigorosen Bedarfsermittlung nur Medikamente zu verwenden und zu liefern, die den Richtlinien der WHO und des Internationalen Pharmaverbandes entsprechen. Darüber hinaus wird die Verwendung von unentbehrlichen Medikamenten nachdrücklich empfohlen.

Ethische Charta für humanitäre Hilfe

Die AOG hat gemeinsam mit dem Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières, MSF) eine Charta unterzeichnet, die die Einhaltung der Ethik der humanitären Hilfe gewährleisten soll.

Die Hilfe muss an die Bedürfnisse vor Ort angepasst sein;

Jede Aktion muss nach einer Bedarfsanalyse vor Ort oder auf spezifische Anfrage von örtlichen Mitarbeitern geschehen;

Die Medizin muss in den Händen von Angehörigen der Gesundheitsberufe bleiben;

Die Qualitätsstandards müssen im Norden wie im Süden die Gleichen sein;

Arzneimittelspenden müssen mit der Gesundheitspolitik des Empfängerlandes übereinstimmen;

Die langfristige Hilfe wird einer einmaligen Hilfsaktion vorgezogen und in Zusammenarbeit mit lokalen Mitarbeitern durchgeführt.